Salate schmecken alle gleich?

Salat muss zerteilt, gewaschen und klein geschnitten werden! Das bedeutet für viele Leute Arbeit. Da ist es äußerst verlockend einen fertig geputzten und geschnittenen Salat aus dem Supermarkt zu kaufen. Doch der Fertigsalat hat Nachteile.

 

Der Fertigsalat  hat einen deutlich geringeren Vitamin C-Gehalt, als ein frischer Salat, da dieser einen weiten Weg macht, bis er gewaschen und zerkleinert verkauft wird. In den Fertigsalaten können sich Bakterien schnell bilden, da die Salate beim Transport nicht immer gekühlt werden (Die sogenannte Kühlkette wird unterbrochen). Dann herrscht in der Kunststoffverpackung ein optimales Klima für das Wachstum von Bakterien.

Ist es denn wirklich so viel Aufwand, sich einen Salat zu waschen und zu schneiden? Er schmeckt nicht nur besser, er liefert dem Körper auch wesentlich mehr Vitamine und Mineralien. Und das Dressing braucht man sich auch nicht kaufen!! Es ist keine Arbeit, es ist Spaß.

 

Ihr könnt verschiedene Dinge ausprobieren und werdet von Zeit zu Zeit immer bessere Dressings zubereiten können. So entdeckt ihr die Vielfalt von Salaten. Allein das Dressing kann auf so vielerleiweise hergestellt werden: Ob mit Essig & Öl, Joghurt oder Créme fraîche. Ob mit Petersilie, Dill, Kresse oder Basilikum.

Salat ist nicht gleich Salat!

Früher war ich kein großer Salat-"Fan". Doch heute weiß ich, welchen großen Spaß es bereiten kann, ein Dressing herzustellen. Man kann seiner Kreativität freien Lauf lassen. Ihr könnt Senf zum Dressing geben oder frisch gepressten Zitronensaft. Und das Beste ist doch, dass es jedes Mal anders schmeckt. Die gekaufte Dressing - Soße schmeckt immer gleich.

Bei uns zu Hause gab es früher meist Feld- Kopf- oder Eisbersalat. Bis ich eines Tages die vielzahl an Salaten entdeckte und alles mögliche ausprobierte. Hier ein paar Salate:

 

Römersalat (Romana):  Dieser Salat wird auch Caesar's Salad genannt. Er enthält Vitamin A und C, sowie Eisen.

 

Der Lollo (Rosso/Bionda) hat einen eher herben Geschmack. Diesen ursprünglich aus Italien stammenden Salat gibt es in dunkelrot mit grünen Stielen (Rosso) und grasgrün (Bionda) zu kaufen. Die dunklen Blätter enthalten mehr sekundäre Pflanzenstoffe (sogenannte Anthocyane), welche die freien Radikale im Körper fangen. In unserer Region gibt es diesen frisch im Sommer zu kaufen; Im Winter wird er aus Italien importiert.

 

Der Eichbergsalat ähnelt dem Lollo. Dieser ist auch in Rot und Grün zu finden und ob rot oder grün, beide haben einen leicht nussigen Geschmack. Bei uns wird er zwischen Juni bis Herbst im Freiland angebaut.

 

Den Endivien Salat gibt es in zwei verschiedenen Variationen. Den Eskariol, mit einer glatten Form, welcher aber dennoch gewellt ist und den Frisée, bei dem die Blätter zu Spitze hin zerzaust sind. Dieser ist grasgrün und beinhaltet einen sehr gesunden Bitterstoff (Lactucopikrin). Der Endiviensalat enthält viele Mineralstoffe, Beta-Karotin und Folsäure.

 

Der Chicorée zählt mittlerweile zu meinen Favoriten! Er hat fast weiße Blätter und hat einen sehr kompakten, länglichen Kopf. Dieser ist kleiner als die meisten Kopfsalate! Chicorée macht man meistens im Winter. Dieser ist reich an Kalium, Magnesium, Kalzium und Beta-Karotin. Vor allem der Strung schmeckt bitter-herb. Die Bitterstoffe regen jedoch den Appetit an und fördern die Verdauung! Außerdem kann man den Chicorée bis zu einer Woche im Kühlschrank aufheben!

 

Radicchio: Ein glatter, dunkelrot-weißer Salat mit einem runden Kopf, welcher sehr viel Ähnlichkeit mit Kohl hat! Aufgrund seines sehr intensiven, bitter-herben Aromas ergänzt der Radicchio sich super mit milderen Salatsorten. Er liefert vorallem Mineralien, Vitamine, Eisen und sekundäre Pflanzenstoffe!

 

Der Rucola ist in Deutschland ab Juni erntefrisch aus dem Feiland erhältlich! Mit seinem nussig bis scharfen Aroma ergänzt er sich perfekt mit einem bunten Salatteller, Pastagerichten oder Pizza! 

 

Beim Kauf von Salaten sollte man darauf achten, dass die Blätter prall und nicht welk aussehen! Der Strunk und die äußeren Blätter sollten keine braunen Stellen haben und aus der Region kommen. Auch das falsche Waschen führt zu Vitamin und Mineralstoffverlusten. Hier gilt: Weniger ist mehr. Denn, wer es zu gut mit dem Wasser meint, spült nicht nur den Sand und dreck weg, sondern verliert auch gleich einen Großteil der wertvollen Mineralstoffe und Vitamine!

 

So macht mans richtig: Ihr nehmt euch eine Schüssel und füllt sie mit kaltem Wasser. Nun nehmt ihr euren Salat und bewegt ihn kurz darin und nehmt ihn anschließend wieder heraus. Den ganzen Vorgang wiederholt ihr 2 bis 3 Mal, sodass der ganze Sand sich am Boden ansetzt und ihr das dreckige Wasser weglehren könnt. Anschließend schleudert ihr den Salat trocken und zupft oder schneidet ihn erst zum Schluss!

 

Wichtig ist außerdem, dass ihr das Dressing erst kurz vor dem Essen über den Salat gibt. Das hält die Blätter knackig und frisch. Reste kann man in einem möglichst luftdichten Gefäß im Kühlschrank aufbewaren.

 

Man muss natürlich auch keinen Kopfsalat machen, sondern kann auch mit Karotten, Kartoffeln oder Gurken experimentieren und entdecken, welches Dressing am Besten zu welchem Salat passt!

Hier noch ein Grundrezept für das Dressing eines Salates:

 

Das Grundrezept ist ein Richtwert und kann durch unterschiedliche Zutaten variiert werden. So könnt ihr verschiedene Variationen ausprobieren und eurer Fantasie freien Lauf lassen. Ihr könnt die Salatmarinade beispielsweise durch Nüsse, Knoblauchzehen, Kokosflocken, gepresste Sesamsamen, frische Kräuter, Keimlinge oder verschiedenster Gewürze aufwerten. Ihr seht: Es gibt keine Grenzen! Testet einfach ein bisschen.

Achtet möglichst darauf ein hochwertiges Öl und qualitativ guten Essig für die Salatmarinade zu verwenden!

 

- 2 EL Essig      |       Zitronensaft

- 1/2 TL Zucker

- 1/2 TL Salz

- 1 Prise Pfeffer

- 1 Messerspitze (Msp) Senf

- 1/2 Zwiebel

- 1/2 EL Schnittlauch, Petersilie, Dill...

- 1-2 EL Öl        |       1-2 EL Saure Sahne, Joghurt...